Tag Archives: Social Media

Content Marketing Aktuell

10 Social Media Trends für 2017, die Ihr B2B-Marketing verändern

Bereits seit mehr als zehn Jahren fordern die sozialen Medien unser privates und berufliches Umfeld heraus. Für Viele sind sie mittlerweile zu einem festen Bestandteil in beiden Bereichen geworden. Social Media hat Einfluss darauf, wie wir neue Kontakte knüpfen, wie wir sie pflegen, woher wir unsere täglichen Nachrichten beziehen und welche Käufe wir wo tätigen. Selbst wer „nicht auf Facebook ist“ und Twitter „nicht richtig versteht“, hat zumindest davon gehört und weiß aus den Medien um die polarisierende Rolle der Netzwerke.

Zusammen mit dem Siegeszug des Smartphones hat sich dadurch in den letzten Jahren für Marketer eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten aufgetan. Immer neue Apps und Social Media-Dienste kämpfen um die Aufmerksamkeit der Nutzer und Marketer müssen heute schnell herausfinden, welche Technologie einem Unternehmen langfristig den richtigen Nutzen bringen kann.

Jeff Bullas stellte in seinem Blog zuletzt die 10 wichtigsten Social Media Trends für 2017 zusammen. Unsere Liste bezieht sich auf ein paar seiner vorgestellten Vorhersagen und Technologien, sieht aber für den deutschsprachigen Markt einige Trends, die mehr grundlegender Natur sind, die amerikanischen Marketers sind uns hier um ein paar Schritte voraus.

 

  1. Live Streaming Video

2004 war YouTube eine Sensation. Doch wer Videos produzieren wollte, brauchte immer noch ein paar Basiskenntnisse rund um Videoschnitt und dazu etwas Kamera-Equipment. Prinzipiell ging das auch ohne und einige berühmte YouTuber haben zu Beginn nichts anderes gemacht, als in ihre USB-Kamera zu sprechen. Eine Unternehmenspräsentation für ein B2B-Publikum sollte, wenn möglich, ansprechender aussehen.

Leistungsfähigere Kameras in den mobilen Endgeräten sowie bessere Software erlauben heute auch spontane Aufnahmen in einer guten Qualität. Es kommt mittlerweile weniger aufs Editing an, als vielmehr auf das Einfangen von Events und besonderen Momenten über Livestreams. Marketer haben Namen wie Meerkat, Periscope und Blab kommen und gehen sehen. Momentan behauptet sich Facebook „Live“ am besten.

Live-Videos bringen für Unternehmen ein komplettes Umdenken mit sich. Es ändert die Art, wie wir Inhalte beruflicher und privater Art teilen und wie man mit Events umgeht. Live-Videos bieten neue Möglichkeiten der Interaktion und vermitteln dem Betrachter ein Gefühl der Exklusivität. Beides hilft auch im B2B-Marketing, das Publikum stärker an sich zu binden.

 

  1. Jetzt erst recht

Manche Experten sagen voraus, dass sich Unternehmen wieder aus dem Content Marketing zurückziehen werden, da es nicht die gewünschten Erfolge erzielt. Damit steigen automatisch die Chancen für andere Unternehmen, die ihr Content Marketing professionalisieren.

Nur 37 % der B2B-Content Marketer dokumentieren ihre Content-Strategie, während 17 % bisher nichts dokumentieren. Außerdem haben viele Websites nach wie vor gravierende SEO-Fehler wie doppelten Content und fehlende ALT-Tags.

Content Marketing wird im Jahr 2017 von vielen Unternehmen ernster angepackt, professioneller ausgeführt und effektiver gestaltet werden. Die fehlenden Erfolge bringen die einen dazu auszusteigen, anstatt ihre Strategie zu überarbeiten und anzupassen. Die anderen, die bereits spüren, dass sie auf dem richtigen Weg sind, legen jetzt erst recht noch eins drauf.

Einige Methoden der Professionalisierung könnten eine besser durchdachte Zweit- und Drittverwertung von Content, das gezielte Bedienen von Nischen und die bessere Vermarktung des produzierten Content sein.

 

  1. Weg von den Clickbaits!

Heute mit seinen Inhalten genug Aufmerksamkeit zu erregen, ist schwierig genug. Die falsche Schlussfolgerung war bisher: viel und schnell Content kreieren und bei den Headlines locken, was das Zeug hält. Ein altes Rezept wirkt aber auch hier weiterhin: Qualität vor Quantität. Für den Content Marketer wird es immer unumgänglicher, wirklich hilfreichen Content zu erstellen und diesen gekonnt zu vermarkten, um gute Ergebnisse zu erzielen. Auch die Distribution und Promotion der erstellten Inhalte erfordern weiterhin Sorgfalt und Nachhaltigkeit.

 

  1. Social Content mit Ablaufdatum

Die Idee von Snapchat, dass Nutzern nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, die Videos zu konsumieren, ist eine Antwort auf die Informationsflut, aus der man nur schwer herausstechen kann. Zu viel „altes“ Material verstopft die Kanäle. Instagram hat zuletzt mit „Instagram Stories“ diese Taktik kopiert. Content mit Ablaufdatum ist neu in der Social Media Welt und es lohnt sich, im nächsten Jahr auszuprobieren, ob es auch der B2B-Kommunikation nützen kann.

 

  1. Konsolidierung der Social Media-Angebote

Die Wildwest-Zeiten im Internet sind so langsam vorbei. Wer sich heute noch nicht klar platziert hat, für den wird es in Zukunft schwieriger werden. So geht es in jeder Industrie zu, die sich etabliert.

Gerade verdichtet sich die Gruppe der einflussreichen Unternehmen auf nur eine Handvoll. Facebook kaufte in den letzten Jahren WhatsApp, Instagram und Oculus Rift, Twitter Periscope und Microsoft LinkedIn für ganze 27 Milliarden Dollar. Social Media-Startups mit neuen Ideen kommen hier nicht mehr so leicht ran.

Der falsche Trugschluss für den Marketer ist allerdings, dass sich durch die Platzhirsche von nun an nichts mehr in der Social Media Landschaft verändern wird. Wie immer ist das kein gutes Mindset für einen Werbetreibenden. Man sollte aufmerksam schauen, was sich Neues tut und überlegen, wie es mir hilft, meine Marketingstrategie neu zu erfinden und anzupassen.

 

  1. Social Media kostet Geld

Mit organischem Content Traffic zu generieren wird immer schwieriger. Wer aufmerksam seine Facebook- oder Instagram-Timeline betrachtet, dem wird auffallen, dass sich die Dienste von der streng chronologischen Auflistung der Updates schon lange verabschiedet haben. Das “Was gibt’s Neues?” weicht immer mehr dem “Was interessiert mich?”

Durch die stets wachsende Informationsflut und sinkende Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer konzentriert sich der Raum für Inhalte. Wer prominent im Newsfeed seines Publikums erscheinen möchte, der muss mittlerweile etwas Geld in die Hand nehmen. Wer über seine Facebookseite dreimal in der Woche Halbinteressantes verbreitet, sollte sich sehr genau fragen, ob sich der Aufwand überhaupt noch lohnt und was er eigentlich damit erreichen möchte.

Einerseits sollte man in Zukunft ein festes Budget für gesponserte Inhalte auf Facebook, LinkedIn, Instagram oder Snapchat einplanen. Andererseits ist es auch sinnvoll, sich auf die Wurzeln zu besinnen und gleichzeitig an effektiven SEO-Strategien zu arbeiten, mehr in gutes E-Mail-Marketing zu investieren, und damit unabhängig von Facebook- und Google-Algorithmen seine Zielgruppe zu erreichen.

 

  1. Automatisierung bringt mehr Sichtbarkeit

Wer es ernst mit dem Social Media Marketing meint, kommt mit Sheets und Projekttools irgendwann nicht mehr weiter. So effizient diese auch sind, ab einem gewissen Punkt erleichtert eine kluge Automation viel Arbeit und spart bares Geld. Apps wie Marketo, Hubspot, Hootsuite und andere Plattformen können hier helfen.

marketing-automation-slide-03

Wer darüber noch nicht nachgedacht hat, bekommt vielleicht bald von seiner Konkurrenz den entscheidenden Weckruf. Es könnte sein, dass Ihr Marketing ohne Automation in Zukunft unbezahlbar wird. Marketing Automation arbeitet in die Richtung, dem Kunden zur richtigen Zeit den passenden Content zu präsentieren. In Zeiten einer starken Nutzung von Adblockern muss man sich mit Relevanz auseinandersetzen. Denn mit höherer Relevanz steigt gleichzeitig Ihre Sichtbarkeit.

 

  1. Social Media zahlt ins Vertrauen ein

Das ist nichts Neues, aber die Bedeutung von Transparenz hat nicht abgenommen. Plattformen wie Airbnb und Uber bewerten den Fahrer/Vermieter sowie den Gast. Und entgegen der Meinung vieler Skeptiker, sind diese Bewertung nicht so einfach zu fälschen wie eine Buchrezension bei Amazon. Das Prinzip der Transparenz ist gerade in der Social Media Welt essentiell und hat sich von dort aus mittlerweile auf andere Bereiche ausgebreitet. Viele Marken haben das noch nicht verstanden.

 

  1. Künstliche Intelligenz

Was hat mein Unternehmen mit künstlicher Intelligenz zu tun? Wofür muss ich mich rüsten? Ist es nicht viel zu früh, sich über so etwas Gedanken zu machen? Wie immer schadet es nie, gut vorbereitet zu sein. Die technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zeichnen eine steile Kurve nach oben, alles ändert sich von nun an schneller, als uns lieb ist.

Mit künstlicher Intelligenz haben Sie jetzt bereits öfter zu tun als Sie vielleicht glauben. Facebook, LinkedIn und Pinterest nutzen bereits starke AI-Algorithmen für Gesichtserkennung, passendere Jobvorschläge und Vorschläge für Freunde und Themen im News-Feed. Und damit kratzen wir nur an der Oberfläche. 2017 sollte man die Ohren spitzen und auch etwas Grundwissen in Sachen künstlicher Intelligenz schadet dem Marketer nicht.

 

  1. Spezialisierung, Long Tail und die Nische

Redundanter Content, der für eine breite Zielgruppe geschrieben ist und sich nicht abhebt, spricht genau deshalb niemanden richtig an. Unternehmen, die es wagen, anhand der Daten und genauen Kenntnisse über ihre Kunden, Content zu entwerfen, der genau auf ihr Publikum zugeschnitten ist und tiefergehende Inhalte erzeugen, bekommen von ihrer Zielgruppe, die sich mit diesen Inhalten beschäftigt, viel zurück.

Maßgeschneiderte Angebote für kleine Teilzielgruppen, die ein spezielles Problem für ihre Leserschaft lösen, waren schon immer attraktiv. Ihre Chancen werden mit einer besseren Personalisierung und einer Marketing-Automatisierung weiter zunehmen. Die User sind bereits aufgeklärt genug, um zu wissen, dass das Unternehmen über genug Daten verfügt, um ihnen die für sie passenden Inhalte liefern. Tun Unternehmen das nicht, werde Kunden bald enttäuscht reagieren.

 

Auch wer heute denkt, er sei mit seinen Marketingstrategien auf dem neuesten Stand, muss sich daran gewöhnen, dass er in Zukunft mit den ein oder anderen Praktiken brechen muss, die wider Erwarten nicht effektiv genug sind für seine Zwecke und seine Kunden. Die Welt dreht sich auch 2017 ein Stück schneller. Wer sein Marketing ohne Verlustängste immer wieder neu erfindet, bleibt weiter im Spiel.

Weiterlesen
Content Marketing Aktuell

Der 3-Stufen-Plan, mit dem Ihr Unternehmen auf LinkedIn erfolgreich wird

Es dürfte mittlerweile bekannt sein, dass LinkedIn und Xing keine reinen Job-Börsen mehr sind, sondern stark spezialisierte soziale Netzwerke, bestens geeignet für eine B2B-Kommunikation, die auch neue Aufträge generieren kann und Geschäftspartner auf Sie aufmerksam macht.

Die Stärke von LinkedIn liegt in seinem businessorientierten Publikum und in den Tools der Plattform (manche kostenlos, manche kostenpflichtig), die auch der B2B-Marketer nutzen kann, um die Sichtbarkeit seine Unternehmens und seinen Erfolg dort zu steigern.

Das Netzwerk LinkedIn hat sich seit 2003 stark verändert. Damals bestand sein Hauptanliegen darin, Arbeitssuchende mit Personalvermittlern und potenziellen Arbeitgebern zusammenzubringen. Heute ist LinkedIn ein idealer Ort, um neben qualifizierten Mitarbeitern auch Anbieter, Lieferanten oder neue Kunden zu finden. Folglich strömen Unternehmen jeder Größe dorthin, um hier Leads zu sammeln und ihre allgemeine digitale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Jede Firma tickt anders, und nicht jeder Social Media-Marketing Plan wird Ihrem Unternehmen gerecht. Als eine grobe Richtschnur sollte man diese drei Dinge beachten, um auf LinkedIn erfolgreich zu sein:

1. Nutzen Sie die Unternehmens-Seite auf LinkedIn.
Hier können Sie Ihre Story erzählen und jeden Besucher davon überzeugen, warum Sie ein ernsthafter Player in Ihrer Branche sind.

Die LinkedIn-Unternehmensseiten bieten mittlerweile gute Möglichkeiten für eine starke Präsentation Ihrer Firma, ganz egal, ob es sich dabei um ein Start-Up oder um einen internationalen Konzern handelt. Mit etwas Sorgfalt können Sie die Seite so gestalten, dass sie mehr hergibt als Ihre Unternehmenswebsite. Es lohnt sich, hier etwas Zeit in eine gute Präsentation zu investieren oder heuern Sie einen Freelancer an, der sich um einen ansprechenden Text und um aussagekräftige Bilder kümmert.

Das sollte Ihre LinkedIn Unternehmensseite leisten:

  • Zeigen Sie auf, welchen Nutzen Ihr Angebot Kunden und Geschäftspartnern bringt. Kopieren Sie keine Werbetexte aus Ihrer Broschüren auf diese Seite!
  • Zeigen Sie Ihr Unternehmen in Bildern. Sei es mit Porträtfotos von Ihnen und Ihrem Team, mit dem Bild des Firmengebäudes oder mit Ihrem Service im Einsatz. Vermeiden Sie Fotos aus Bilddatenbanken.
  • Bleiben Sie konsequent bei der Bildsprache und beim Design, das Sie auch auf Ihrer Website verwenden.
  • Eine ansprechende Beschreibung Ihres Unternehmens für Ihre potenziellen Kunden sollte zeigen, dass Sie sich für deren Probleme interessieren. Die Unternehmensbeschreibung ist das wichtigste Feld auf der LinkedIn-Firmenseite. Hier haben Sie 2.000 Zeichen Platz, die Sie sinnvoll bis auf den letzten Buchstaben nutzen sollten.
  • Achten Sie darauf, dass Sie in den Texten die richtigen Keywords benutzen. Die sind besonders wichtig, damit Ihre Zielgruppe Sie auch auf LinkedIn leicht finden kann. Vergessen Sie nicht, dass hier etwas anders gesucht wird als bei Google: nach Thema, nach Industrie, nach Lösungen, nach Leistungen. Und kaum nach Produkten.
  • Verwenden Sie die richtige Kategorie und die relevanten “Spezialgebiete des Unternehmens”. Wählen Sie zuerst eine “Hauptbranche” (zum Beispiel “Halbleiter” oder “Automobil”). Hier müssen Sie sich festlegen. Weiter ins Detail gehen können Sie bei den sogenannten “Spezialgebieten”, hier können Sie so viele Begriffe hinzufügen wie Sie möchten.


2. Bauen Sie ein solides Netzwerk von Kontakten auf

LinkedIn arbeitet mit dem sogenannten “Circle of Influence”. Dahinter steckt ein Schema, wie seine Mitglieder untereinander vernetzt sind. Die meisten Nutzer können sich nur mit Personen verbinden, deren Einladungen sie bereits akzeptiert haben (Verbindungen 1. Grades) aber auch mit denjenigen, die bereits mit diesen Personen verbunden sind (Verbindungen 2. Grades). Verbindungen 3. Grades und weiter entfernte Verbindungen können nur kontaktiert werden, wenn deren Namen angezeigt werden (was diese wiederum jeweils in ihrem Profil festlegen). Das kann Sie schnell bei der Vergrößerung ihres Netzwerkes begrenzen (es sein denn, Sie zahlen dafür). Doch zum Glück gibt es die Möglichkeit, Kontakte aus Outlook, Gmail, Yahoo, Hotmail, AOL, oder über ein Spreadsheet zu importieren.

Viele haben Bedenken, ihre wertvollen Geschäftskontakte auf diese Weise mit LinkedIn abzugleichen. Ich kann das gut verstehen, hat man diese Adressen im Laufe der Jahre doch mühevoll gesammelt. Die Alternative: Sie suchen jeden Ihrer Kontakte einzeln über die Suchmaske auf LinkedIn. Viel Spaß!

Entspannen Sie sich: Die Kontakte nimmt Ihnen niemand weg. Doch die Import-Funktion erleichtert Ihnen den Aufbau Ihres Netzwerkes enorm, denn mit Ihren Kontakten können Sie sich direkt und ohne jede Hürde verbinden. Vermeiden Sie jedoch, alle auf einmal über “Alle auswählen” hinzuzufügen. Es könnten welche dabei sein, mit denen Sie eigentlich nichts mehr zu tun haben wollten. Ein Netzwerk aufzubauen bedeutet auch es zu pflegen. Die Hauptarbeit nimmt Ihnen LinkedIn ab, doch jede Verbindung sollten Sie bewußt und gewollt herstellen und nicht automatisieren.

3. Auch auf LinkedIn gilt: Social Media ist ein Marathon, kein Sprint

Um in den Social Media-Kanälen erfolgreich zu sein, braucht es viel Zeit, Geduld und Ausdauer. Auch wenn manche Tasks automatisiert werden können, der wichtigere Teil erfordert überlegte Entscheidungen und bewusstes Handeln. Wenn Sie nicht auf qualifizierte Mitarbeiter mit genug übriger Arbeitszeit oder auf eine kompetente Agentur zurückgreifen können, müssen Sie hier priorisieren. Erwarten Sie keine kurzfristigen Ergebnisse: Social Media ist ein Marathon, kein Sprint.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten: eine Unternehmenspräsenz im Internet, auf der nichts passiert. Ihre potentiellen Kunden und Geschäftspartner erwarten zu Recht, dass alle Informationen über Ihre Firma auf dem neuesten Stand sind und auf Ihren Kanälen etwas passiert. Jede verwaiste Seite, jeder tote Link kann den guten Eindruck in einer Sekunde zerstören. Also bleiben Sie dran und posten Sie mindestens einmal pro Woche etwas auf Ihrer LinkedIn-Unternehmensseite.

Mit Social-Management-Tools wie Hootsuite können Sie die Veröffentlichung von vorbereiteten Posts automatisieren. Das kann helfen, wenn die Ressourcen knapp sind.

Weitere Regeln, um über LinkedIn neue Kunden zu gewinnen

LinkedIn ist kein Netzwerk, das nach dem Motto “Besuchen Sie uns!” funktioniert. Sie müssen aktiv werden, um erfolgreich zu sein. Aktive Kundengewinnung funktioniert hier am besten über das Veröffentlichen von Beiträgen, sei es in den LinkedIn-Gruppen und über die Publishing Platform „Pulse“.

So wichtig eine regelmäßige Aktivität auf LinkedIn auch ist, übertreiben Sie es nicht. LinkedIn war nicht immer ein „Business-Netzwerk“. Die Teilnehmer sind es also gewohnt, dass sie Anfragen zu Job-Positionen von Beratern und Unternehmen bekommen. Es ist daher vollkommen legitim, manche Mitglieder persönlich anzusprechen und sich selbst und seine Leistungen vorzustellen. Das kann nur schnell nach Spam aussehen. Wer zuvor lieblos geschriebene Ansprachen verschickt, darf sich nicht wundern, wenn er keine Antwort bekommt. Bleiben Sie persönlich und sympathisch. Das hilft immer.

Genauso sollte alles was Sie auf Ihrer LinkedIn-Seite, in den Gruppen oder auf Pulse posten, nützlich und informativ sein und kein verstecktes Verkaufsgespräch sein. Wenn Sie hier Ihre potentiellen Kunden und Geschäftspartner mit für sie relevanten Inhalten versorgen, werden Sie immer etwas zurückbekommen. Wenn Sie nur Ihre Leistung anpreisen, wird Ihr Input garantiert ignoriert oder als störend weggeklickt.

Es empfiehlt sich daher, mit einem relevanten Post oder durch einen überzeugenden Kommentar in einem Gespräch in einer für Sie relevanten Gruppe positiv aufzufallen und so mit einem Namen und einem Gesicht eine Haltung zu repräsentieren und nicht nur als Verkäufer wahrgenommen zu werden.

Seien Sie großzügig und nutzen Sie die “Empfehlen”-Funktion auf LinkedIn. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Geschäftspartner, Kunden oder Kollegen einen großen Gefallen, sondern zeigen der LinkedIn-Community auch, welche Projekte Sie bereits mit anderen LinkedIn-Mitgliedern gestemmt haben.

Wenn Sie sich an meine Tipps halten, und das möglichst kontinuierlich, wird Ihr Profil immer öfter im Feed Ihrer Kontakte auftauchen, Ihre Sichtbarkeit auf LinkedIn wird größer, was zu mehr Besuchen, zu mehr Traffic auf Ihrer Unternehmenswebsite und zu mehr Leads und mehr Geschäft für Ihr Unternehmen führt.

Weiterlesen
Content Marketing Aktuell

Sieben Dinge, an die Sie beim Content Marketing bisher nicht gedacht haben

Content Marketing ist King. OK, Sie können es nicht mehr hören, aber es ist nunmal genauso wahr wie die meisten Besucher Ihrer Website oder Ihres Blog sicher dort gelandet sind, weil sie nach einer bestimmten für sie wichtigen Information gesucht haben.

Sie investieren bereits eine Menge Zeit in die Inhalte Ihrer Website und versuchen, alles richtig zu machen, damit Ihr Traffic nach oben geht und aus Ihren Besuchern Kunden werden. Aber wie viele Dinge, über die man im Internet liest, so gibt es auch beim Content Marketing eine Menge falsche Wahrheiten darüber, was denn nun das Richtige ist. Und während Sie viel Zeit damit verbringen, jede einzelne Maßnahme auf ihre Wirkung hin zu testen, könnten Sie übersehen, worauf es beim Content Marketing wirklich ankommt. Hier sind sieben Dinge, an die Sie dabei bisher vielleicht nicht gedacht haben:

  1. Sie müssen für guten Content nicht immer neue Beiträge schreiben

Sie müssen ständig neue Inhalte produzieren, um für Besucher auf Ihrer Website interessant zu bleiben? Falsch. Beim Content Marketing geht es nicht nur darum, ununterbrochen neue Blogartikel zu schreiben, sondern auch darum, wie Ihr Publikum darauf reagiert. Und dazu braucht es nicht unbedingt den von Ihnen produzierten Content. Wenn Sie im Vorfeld um Erlaubnis gefragt haben, spricht nichts dagegen, auch Inhalte von Anderen auf Ihrer Website zu veröffentlichen. Auf diese Weise können alle Seiten davon profitieren. Sie sollten auch regelmäßig in anderen Blogs, Foren und Social Media Kanälen, in denen sich Ihre Zielgruppe aufhält, kommentieren und von dort Links zu Ihrer Website posten.

  1. Content Marketing ist nichts Neues

Content Marketing ist nichts, das erst mit dem Aufkommen von Blogs und Social Media entstanden ist. Genau genommen gab es Content Marketing bereits lange vor dem Internet, denn eigentlich ist es ursprünglich eine Offline-Strategie.

Jedes Mal, wenn Sie eine Firmenzeitschrift oder ein kostenloses Anzeigenblatt lesen, halten Sie ein Content Marketing Produkt in den Händen. Oder denken Sie an die praxisnahen Rezepte zum Ausschneiden und Sammeln von Dr. Oetker, aus dem schon 1911 das erste “Dr. Oetker Schulkochbuch” entstand, das fortwährend überarbeitet wurde und heute mit über 19 Millionen verkauften Exemplaren zu den meistverkauften Kochbüchern weltweit zählt. Das älteste Content Marketing Produkt stammt angeblich vom Landmaschinenhersteller John Deere, der 1885 sein “Furrow Magazine” launchte, um Farmern in den USA darin zeigte, wie sie die neue Technologie in der Landwirtschaft einsetzen.

  1. Content Marketing ist ein 24/7-Job

Genau so ist es – leider. Und gerade wenn Sie in den Social Media Kanälen Inhalte teilen (und das sollten Sie), wird Content Marketing zu einer Aufgabe, die Sie konstant beobachten und steuern sollten. Auch nach Ladenschluss und während des Wochenendes.

Und das aus dem ganz einfachen Grund: Weil Sie nicht möchten, dass eine schlechte Bewertung oder ein negativer Kommentar Beine bekommt, während Sie gerade nicht hinschauen. Vergessen Sie nicht: Auch Ihre Website kann 24 Stunden am Tag von der ganzen Welt gesehen werden. Sie haben keine Kontrolle darüber, wer wann Ihre Seite besucht und welche Inhalte er liest.

Natürlich brauchen auch Sie wie jeder Mensch genug Schlaf. Aber seien Sie vorbereitet, dass Content Marketing kein Nine-to-five-Job ist und Sie vielleicht jemanden brauchen, der außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ein Auge darauf hat.

  1. Sie brauchen eine Strategie, damit es funktioniert

Bevor Sie Ihren ersten Blogbeitrag schreiben, sollten Sie wissen, welche Strategie Sie damit verfolgen. Dabei geht es darum, sich über ein paar Dinge im Klaren zu sein, angefangen von Ihrem Zielpublikum, über Ihre Message bis hin zu dem Mehrwert, den Sie Ihrem Publikum bieten möchten.

Wenn Sie nicht wissen, wen genau Sie mit Ihren Inhalten ansprechen möchten, wenn Sie dessen Erwartungen nicht kennen, dann werden Ihre Maßnahmen einfach weniger erfolgreich sein und Ihre Website den Traffic in weniger echte Leads verwandeln.

  1. Ihr Content muss nicht preisverdächtig sein

Sie haben Bedenken, dass Sie nicht smart genug rüberkommen oder dass Sie nicht Experte genug auf Ihrem Gebiet sind, um kontinuierlich darüber zu schreiben? Sie finden, dieses Content Marketing ist nur etwas für große Marken mit viel Aufmerksamkeit und definitiv nichts für Sie? Wenn dem so ist, dann muss ich Ihnen sagen, Sie treffen hier eine falsche Entscheidung. Ja, Sie irren sich sogar gewaltig.

Vergessen Sie nicht: Sie brauchen Experten-Content nur abzuliefern, wenn auch Ihr Publikum aus Experten besteht. Ansonsten, versuchen Sie einfach so gut zu sein, wie Sie können. Das sollte ausreichen, wirklich. Investieren Sie etwas mehr Zeit in Recherche und machen Sie fehlendes Know-how mit Experten-Interviews in Ihrem Blog wieder wett.

Wie Sie vielleicht ahnen, sind die meiste Informationen, nach denen Leute online suchen, gar nicht so speziell, sondern beantworten sehr grundlegende Fragen. Wenn es tiefer gehen soll, dann sucht Ihr Publikum auch genau danach, vielleicht in wissenschaftlichen Artikeln oder White Papers, aber weniger in Blog Posts. Ich versichere Ihnen: Wenn Sie Ihr Produkt und Ihre Branche gut genug kennen, dann können Sie bereits sehr wertvollen Content schaffen.

  1. Mehr Content ist nicht der einzige Weg

Es gibt Leute, die sagen Ihnen, Sie bräuchten hunderte oder sogar tausende von Blogbeiträgen auf Ihrer Website, um heute überhaupt herauszustechen und Ihrem Publikum aufzufallen. Aber das ist nicht wahr. Es geht hier in erster Linie nicht um die Fülle der Beiträge. Niemand wird Ihre Website besuchen, um die Anzahl Ihrer Blogposts zu zählen. Der Großteil der Leser kommt für diesen einen Artikel, der ihm weiterhelfen soll.

Es reichen bereits 100 Blogbeiträge aus, um die Aufmerksamkeit von Google zu gewinnen und um sicher zu gehen, dass Ihre Artikel nützlich genug für Ihr Publikum sind. 100 Beiträge, das sind ein Jahr lang zwei Stück pro Woche. Das ist zu schaffen und dauert nicht ewig. Und außerdem: Am Ende des Tages geht es auch um den einen Post, der durch die Decke geht und Ihre Verkaufszahlen zum Explodieren bringt. Das passiert immer wieder. Gerade in solchen Blogs, in denen sich kontinuierlich etwas tut.

  1. Längere Beiträge werden öfter geteilt

Sie haben schon richtig vermutet, das Online-Publikum hat die Aufmerksamkeitsspanne einer aufgekratzten Katze und ein Langzeitgedächtnis wie ein Goldfisch. Aber es ist trotzdem nachgewiesen, dass es gerade die längeren Blogbeiträge sind, die am meisten geteilt werden.

Die ideale Anzahl von Wörtern liegt bei zirka 2.400. Ich wette, Sie haben auf viel weniger getippt. Natürlich kommt es auch darauf an, dass diese 2.400 Wörter von gleichbleibender Qualität sind und inhaltlich einen relevanten Text ergeben. Ansonsten springen Ihnen die Leser nach den ersten paar Zeilen wieder ab.

Fazit:

Es gibt ein paar Dinge, die Ihnen klar sein sollten, wenn Sie Inhalte produzieren. Sie müssen, wie alle anderen auch, ganz vorne anfangen, indem Sie eine Strategie zu Papier bringen und sich darauf vorbereiten, dass es hier um einen Full-Time-Job geht.

Auf der anderen Seite, können Sie bereits viel erreichen, wenn Sie auf anderen Websites kommentieren oder die Blogbeiträge von dort teilen. Sie brauchen auch weder Tonnen an Content auf Ihrer Website, noch müssen die Artikel und Inhalte dort Pulitzer-Preis verdächtig formuliert sein.

Worauf es wirklich ankommt, ist, dass Sie verstehen, dass Content Marketing eine bewährte und funktionierende Methode ist, um Ihr Online Business am Laufen zu halten und kontinuierlich aufzubauen. Betreiben Sie Content Marketing ernsthaft. Halten Sie sich auf dem Laufenden und seien Sie offen für Neues, dann werden Sie eine Lernkurve hinlegen wie nur wenige in Ihrer Branche. Und das wird Ihnen langfristig einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Weiterlesen
Content Marketing Aktuell

Wie setze ich das Marketing im Content Marketing um?

Mit dem Content Marketing ist es wie im Märchen von Frau Holle: das fleißige Mädchen wird nach unermüdlicher Verrichtung der notwendigen Arbeiten mit einem Goldregen belohnt. Sie begibt sich in den Dienst von Frau Holle und schüttelt ihr das Bett immer gewaltig, auf daß die Federn wie Schneeflocken umherfliegen. Dafür hat sie auch ein gutes Leben bei ihr und alle Tage Gesottenes und Gebratenes. Über der faulen Schwester wird allerdings ein Kessel von Pech ausgeschüttet und sie steht am Ende mit leeren Händen da.

Vergessen Sie nicht: der Begriff Content Marketing besteht nicht nur aus Content, hier geht es auch ums Marketing. Es reicht nicht aus Content zu erzeugen, man muss ihn auch vermarkten. Hier ist Fleiß gefordert, denn Content Marketing bedeutet nicht, dass auf einmal alle anderen Marketing Strategien fallen gelassen werden, sondern dass man die vorhandene Infrastruktur nutzt, um die Inhalte zu verbreiten.

Neben dem Bloggen lassen sich zum Beispiel Videos auf YouTube für SEO Zwecke optimieren. Datenblätter und Broschüren im PDF-Format sollten von vornherein für Suchmaschinen und Besucher optimiert werden, so dass sie über Google gefunden werden können.

Auch das Bespielen der Social Media-Kanäle sollte weiterhin Teil des Marketings sein, auch wenn man hier nicht gleich einen ROI sieht, aber Sie treffen und engagieren sich hier mit Ihrer Zielgruppe! Bieten Sie ihr interessante Inhalte, die sie auch teilen kann, aus dieser zusätzlichen Aufmerksamkeit entsteht automatisch weiterer Traffic auf Ihrer Website.

Für die Social Media-Kanäle eignen sich Videos, Blogbeiträge, Infografiken und Gewinnspiele, und auch PR-Massnahmen sorgen weiterhin für zusätzliche Verbreitung, hier sollten Sie frühzeitig ein Media-Budget bereitstellen.

Ein weiteres Marketing-Format, das man nicht außer Acht lassen sollte sind wöchentliche oder monatliche E-Mail Newsletter. Gestalten Sie Ihre Newsletter so, dass sie wertvolle Informationen und gute Unterhaltung bieten, so dass die Empfänger sich darauf freuen. Hier geht es nicht darum, Produkte zu pushen, sondern hilfreiche Informationen zu bieten, die im Bestfall ihre Probleme lösen und ihr Leben erleichtern.

Seien Sie also wie der wirklich hilfreiche Geist von Frau Holle: schütteln Sie die Inhalte kräftig auf und verteilen Sie sie so gründlich auf der Erde, dass alle sehen, dass es schneit!



Weiterlesen